Die ersten Diplomat*innentreffen



Das erste Diplomat*innentreffen, das verschiedenste Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst zusammenbrachte, wurde im März 2022 an der Akademie Schloss Solitude organisiert. Ziel des Arbeitsgesprächs war es, Spezialist*innen unterschiedlicher Disziplinen dazu anzuregen, gemeinsame Vorstellungen und Entwürfe für ein gelingendes Leben im Hier und Jetzt auszuloten: künstlerisch, sozial, politisch, wirtschaftlich. Die Fragilität unseres Alltags sollte in diesem Kontext als Zustand »under construction« begriffen werden. Als offener Raum für Möglichkeiten, in dem man gemeinsam neue Wirklichkeiten entwerfen und erproben kann. Gemeinsam widmeten sich die Teilnehmer*innen einem freien Gedankenaustausch, der den jeweiligen Interessen und Spezialgebieten verbunden war. Inhaltlich konzentrierte sich die Gruppe auf Fragestellungen, die das Leben als Individuum und Teil einer Gesellschaft verbessern. An dem Gespräch, das von Thomas Drescher angeleitet wurde, waren beteiligt: Florian Model (Künstler), Niki Matita (Künstlerin), Bureau Baubotanik (Architekten), Patrick Kluegel (Public Engagement, Cyber Valley), Caroline Liepert (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Friedericke Bülig (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Lisa Przioda (Information Manager, Robert Bosch GmbH), Birgit Thoben (CEO & Founder Future.Solutions), Cassie Thornton (Künstlerin, Feminist Economist Department), Dorothee Kraus-Prause (stellvertretende Bürgermeisterin in Bad Boll, Bündnis 90/Die Grünen), Hans Ulrich Gehring (Studienleiter Evangelische Akademie Bad Boll), Sven Schmipf (Forscher Frauenhofer IAO), Clair Bötschi (Künstler), sowie Julian Römer und Katharina Schumacher (u-institut).
Das zweite Diplomat*innentreffen fand statt im Rahmen der Veranstaltung »Acting Care« im September 2022 in Bad Boll. Das Treffen versammelte Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und hatte das Ziel, eine Verfassung für das Unbekannte in Bad Boll zu initiieren. Moderiert wurde die Runde von Monika Gonser, Leiterin der Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg. Die aus Wien stammende Politikwissenschaftlerin Tamara Ehs initiierte den Prozess durch die Analyse der Frage: Wie wollen wir zusammenleben? Während der Gesprächsrunde diskutierten die Teilnehmer*innen über den Einfluss des Unbekannten auf das Leben und wie dies in eine Verfassung übersetzt werden kann. Wie würde beispielsweise eine Präambel für eine Botschaft des Unbekannten definiert sein? Wie könnte ein Rechtekatalog aussehen oder ein Abschnitt über Beziehungen zu anderen Staatseinheiten lauten?